#WolfsburgDigital-Projekte

Themenfeld 1 – Digitalisierungsstrategie

Projekt

Markthalle – Raum für digitale Ideen

Für die Zukunft ist vorgesehen die Markthalle in ein Zentrum für Digitalisierung umzuwandeln. So wird die Markthalle künftig mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Wolfsburg, der Volkswagen AG und dem VfL Wolfsburg besetzt, um die digitale Zukunft Wolfsburgs gemeinsam zu forcieren. Außerdem soll die Markthalle Gründern und Unternehmen innovative Formen der Zusammenarbeit und Prototyping durch ein FabLab in der Markthalle ermöglichen. In diesem Zuge soll die Startup-Szene in Wolfsburg ebenfalls gestärkt werden. Darüber hinaus soll das Zentrum ein Treffpunkt für die digitale Stadtgesellschaft werden. Das Jugendzentrum „Haltestelle“ ist in das Gesamtkonzept integriert, um die Jugend bei diesem wichtigen Zukunftsthema einzubinden. Jugendliche werden somit bald ganz neue und innovative Angebote, wie ein VR- oder Broadcaststudio, wahrnehmen können. Der CoWorking Space Schiller40 wird zukünftig in die Markthalle ziehen. Das Schiller40 bietet Arbeitsplätze mit unterschiedlichen Mietzeiträumen sowie flexibel nutzbare Räume für Meetings, Workshops und Seminare. Die bestehenden Strukturen und Angebote sollen weitergeführt und ausgebaut werden.

Auf der Facebook-Seite der Markthalle finden Sie Informationen zu Veranstaltungen, Fotos und einen Blick hinter die Kulissen. Zur Facebook-Seite gelangen Sie hier.

 

Themenfeld 3 – Digitale Infrastruktur

Projekt

Glasfaserausbau in Wolfsburg

Ein flächendeckendes Glasfasernetz im gesamten Stadtgebiet soll in Wolfsburg die Weichen für die digitale Zukunft stellen. Die Schaffung einer leistungsfähigen IT-Infrastruktur ist laut Oberbürgermeister Klaus Mohrs die Grundvoraussetzung, um Wolfsburg zur digitalen Modellstadt zu entwickeln. Zwar gibt es laut einer Analyse von 2015 in Wolfsburg nur noch sehr wenige mit Breitband unterversorgte Stadt- und Ortsteile, die so genannten „weißen Flecken“. Dennoch besteht Modernisierungsbedarf: Immer neue, immer komplexere digitale Angebote entstehen, die enorme Datenmengen produzieren. Herkömmliche Kupferleitungen sind kaum in der Lage, diese zu transportieren. Durch Glasfaser wird die Internetgeschwindigkeit um das 300-fache gesteigert, so dass das Senden und Empfangen von Daten erleichtert wird. Für den Glasfaserausbau wird das Stadtgebiet in 42 Teilbereiche (so genannte Cluster) unterteilt, die dann abschnittsweise erschlossen werden.

Stadtwerke und WOBCOM schließen 80.000 Privathaushalte und Firmen an.

Für die übrigen Gebiete, den Löwenanteil des Glasfaserausbaus, haben sich die Stadtwerke Wolfsburg AG und die WOBCOM GmbH verantwortlich erklärt. Sie wollen bis Ende 2021 rund 80.000 Privathaushalte und Firmen an das stadtweite Netz anschließen. In den ersten drei Baugebieten – Laagberg, Tiergartenbreite und Westhagen – ist der Tiefbau für den Glasfaserausbau bereits abgeschlossen. In diesem Jahr werden zehn weitere Stadtteile mit Glasfaser verbunden: Detmerode, Eichelkamp, Hellwinkel, Hesslingen, Innenstadt, Rothenfelde, Schillerteich, Teichbreite, Wohltberg und Teile von Neindorf. Im Jahr 2019 geht es mit dem Glasfaserausbau in Alt-Wolfsburg, Fallersleben, Hohenstein, Köhlerberg, Kreuzheide, Nordsteimke, Rabenberg und Vorsfelde/Nord weiter.

Der Weg zum Glasfaseranschluss (FTTB-Technik)

Schritt 1: Grundstücksnutzungsvereinbarung unterzeichnen

Wenn ein Haus an das Glasfaserkabelnetz angeschlossen werden soll, sind zunächst vorbereitende Arbeiten nötig. Damit auf dem jeweiligen Grundstück ein Leerrohr verlegen können, muss ein Hauseigentümer oder eine Eigentümer-Gemeinschaft der ausführenden Firma durch eine Grundstücksnutzungsvereinbarung die Einwilligung dazu geben.

Schritt 2: Glasfasertarif wählen

Um diesen Anschluss aktiv  zu nutzen, etwa im Internet zu surfen, zu telefonieren oder fernzusehen, müssen Kunden einen Glasfasertarif bei einem Telekommunikationsunternehmen abschließen.

Schritt 3: Besichtigung vor Ort

Jeder neue Anschluss startet mit der Besichtigung der Möglichkeiten vor Ort.

Schritt 4: Individuelle Planung des Glasfaseranschlusses

Anschließend wird individuell geplant, wie das Haus angeschlossen werden kann.

 Schritt 5: Glasfaser vom Hauptstrang abzweigen

Grundsätzlich gilt, dass von dem Hauptstrang straßenseitig eine bzw. bei Mehrfamilienhäusern mehrere Glasfasern abgezweigt werden.

Schritt 6: Horizontal-Bohrung zum Gebäude und Anschluss im Haus

Die Zuleitung zum Gebäude erfolgt in der Regel durch eine Horizontalbohrung  in rund 60 Zentimetern Tiefe. Vorgarten oder Einfahrt bleiben so nahezu unberührt. Nur direkt an der Hauswand ist ein kleiner Aushub nötig. Das Glasfaserkabel wird durch ein kleines Loch, das wenige Zentimeter Durchmesser misst und später ordnungsgemäß abgedichtet wird, in den Keller oder Hauswirtschafts- bzw. Hausanschlussraum geführt. Dort wird der Anschluss dann von Technikern gesetzt.

Schritt 7: Auf ins Internet, fertig, los!

Danach profitieren die Nutzer von den hohen Bandbreiten des Glasfaseranschlusses: Mit Konverter und Router können sie schnell im Internet surfen, das Fernsehprogramm in HD-Qualität genießen oder in sehr guter Sprachqualität telefonieren – und das alles sogar mit mehreren Nutzern zeitgleich.

Stichwort: Was ist Glasfaser?

Glasfaser ist das Medium der Zukunft in der Kommunikationstechnik. Es handelt sich um ein physisches Medium, welches für die Übertragung von Daten genutzt werden kann. Bei den Glasfasern handelt es sich um feingezogene, hauchdünne Fäden, die aus hochreinem Quarzglas gewonnen werden. Diese sind von einem Glasmantel umgeben, der wiederum mit Kunststoff überzogen ist. Somit sind sie besonders alterungs- und witterungsbeständig, chemisch resistent, unbrennbar bei gleichzeitiger Elastizität. Der entscheidende Vorteil gegenüber metallischen Leitern, wie etwa dem Kupferkabel des Telefonnetzes, liegt bei der verlustfreien Übertragung von sehr großen Datenmengen, die mittels Lichtwellen ohne Störeinflüsse in kürzester Zeit übertragen werden.

Quelle: WOBCOM

Information

Weitere Informationen erhalten Bürger bei der WOBCOM unter Telefon (05361) 8911555 oder im Internet unter www.glasfasermadeinwolfsburg.de und www.wobcom.de. Für die seitens der Stadt betreuten Ausbaugebiete ist Daniela Krier (Projektleiterin städtischer Glasfaserausbau) unter Telefon (05361) 28-1718 Ansprechpartnerin.

 

Projekt

Breitbandausbau „Weiße Flecken Wolfsburg“

Drei Gebiete, die genannten „weißen Flecken“, wird die Stadt selbst mit einer eigenen Infrastruktur zuverlässig und zukunftssicher ausbauen. In Almke, in Teilen von Neindorf und im Ilkerbruch (inkl. Mülldeponie) werden ab Sommer 2018 über 1.000Haushalte und Unternehmen an das Glasfasernetz angeschlossen. Der Ausbau wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit Fördermitteln im Rahmen der Breitbandförderrichtlinie des Bundes finanziert, bewilligt sind 1,425 Millionen Euro (rund 50 Prozent der Ausgaben). Eine weitere Förderung des Landes Niedersachsen ist beantragt. Das von der Stadtverwaltung beauftragte Planungsbüro hat berechnet, dass ca. 45Kilometer Leerrohre und Glasfaserleitungen verlegt werden müssen. Einige Kilometer sind bereits im  Zuge der Radwegeausbaustrecken  an der Kreisstraße 114 und der Landesstraße 290 verlegt worden. Für die Tiefbauarbeiten in den Ortsteilen wurde inzwischen ein Bauunternehmen beauftragt. Der 1. Spatenstich ist noch im 1. Halbjahr dieses Jahres geplant. Das Netz bleibt später im Eigentum der Stadt. Die WOBCOM GmbH konnte sich in einem Auswahlverfahren gegen andere  Betreiber durchsetzen und vermarktet bereits im städtischen Auftrag die Glasfaseranschlüsse in Almke, Neindorf und Ilkerbruch

 

Projekt

freeWolfsburg

 Was ist freeWolfsburg?

freeWolfsburg ist das öffentliche und kostenfreie WLan-Netz der WOBCOM GmbH für Wolfsburg. Das Netz erlaubt mobilen Internetzugang mit höchstmöglichen Bandbreiten mit bis zu 1 Gbit/s. freeWolfsburg  stellt zunächst ein Highspeed- Volumen von 100 Mbyte für 24 Stunden zur Verfügung. Inhalte werden neutral übermittelt, d. h. alle Dienste, ob Sprache oder Video, werden gleichberechtigt und ohne Einschränkungen durchgeleitet.

Wo in Wolfsburg ist freeWolfsburg verfügbar?

Seit Sommer 2016 sind die ersten acht Hotspots im Bereich des Nordkopfes und des Hugo-Bork-Platzes bis fast zur Pestalozziallee sowie am Schloss Wolfsburg verfügbar. Auch die Markthalle – Raum für digitale Ideen und der Wolfsburger Nordkopf Tower (WNT) verfügen über das freie WLan-Netz. Seit Anfang September 2017 sind weitere zehn Hotspots innerhalb der Porschestraße verfügbar. Eine Übersicht der Hotspots finden Sie hier.

 

Themenfeld 7 – Innovative Stadtplanung und zukunftsfähiges Wohnen

Projekt

Steimker Gärten

Mit dem Großprojekt Steimker Gärten wird die Volkswagen Immobilien (VWI) insgesamt 1.250 Wohneinheiten, darunter Miet- und Eigentumswohnungen sowie Einfamilien- und Reihenhäuser, in bester Lage Wolfsburgs realisieren. Das Quartier wird aus mehreren kleinen Nachbarschaften, die miteinander in Verbindung stehen bestehen. Terrassen, Dachgärten, Innenhöfe und öffentliche Plätze laden zu gemeinsamen und nachbarschaftlichen Aktivitäten ein.

Bei der Planung des Stadtquartiers wird bewusst auf innovative und neue Konzepte gesetzt. So werden beispielsweise eine „Alternative Grüne Route“ des ÖPNV und andere Mobilitätskonzepte wie zum Beispiel Car- und Bikesharing-Angebite das Wohnquartier mit dem restlichen Wolfsburger Verkehrsnetz verbinden.

Mehr Informationen zu den Steimker Gärten erhalten Sie unter folgenden Links:

Steimker Gärten – Ein Wohnprojekt im Rahmen der Wohnbauoffensive

Steimker Gärten – Hier ist Zukunft zuhause

 

Themenfeld 10 – Lebensbegleitendes digitales Lernen

Projekt

Neuausrichtung der Bibliothek

Das antiquierte Bild von Bibliotheken als Bildungseinrichtungen mit dem vordergründigen Sinn der Informationsbereitstellung an einem zentralen Ort, ist derzeit im Wandel und die konzeptionelle  Neuausrichtung von Bibliotheken stellt sich den aktuellen Entwicklungen in der Gesellschaft. Bundesweit machen sich Bibliotheken dazu auf, den Trends wie Vernetzung und Globalisierung, Individualisierung, Migration, Ökologie und Nachhaltigkeit sowie weiteren vorherrschenden Trends gerecht zu werden.

Insbesondere die fortschreitende Digitalisierung führt zu Herausforderungen und Chancen, die es zu beachten und zu nutzen gilt. Die digitale Stadt braucht Räume und Orte der Information und Orientierung. Dies beinhaltet auch, dass Angebote für Jugendliche ausgebaut werden sollen. Die Förderung von Kompetenzen für das digitale Zeitalter muss stets berücksichtigt werden. Die Bereitstellung von Medien, der Zugang zu Informationen, Internet und Wlan, Lernräume, die digitale Bibliothek sowie E-Learning sind Schlagworte, die zum Standard gehören müssen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Trends wird weiterhin deutlich, dass trotz eines Anstieges des Maßes an Digitalisierung ein Bedeutungszuwachs physischer Erlebnis- und Lernräume vorherrscht. Richard Stang, Professor an der Hochschule der Medien in Stuttgart, verdeutlicht: „Die Vermittlung von Informationen sowie von Medien- und Informationskompetenzen tritt zunehmend in den Vordergrund. Eine Vernetzung von Bildung und Kultur muss dazu führen, dass die zentrale soziale Funktion gewährleistet ist. Die Bibliothek der Zukunft ist ein nichtkommerzialisierter öffentlicher Raum, ein gemeinsames Arbeitszimmer oder auch ein öffentliches Wohnzimmer. Neben dem Wissenserwerb stehen zunehmend die Kommunikation, Entspannung und Spaß, aber auch Kreativität im Fokus sozusagen ein gesamtstädtischer Begegnungsort.“ Ziel einer Neuausrichtung muss es zudem auch sein, dass möglichst alle davon profitieren. Das heißt der Zugang zu Bildung sowie Chancengleichheit und Inklusion müssen gewährleistet sein. Auch veränderte Zugänge zum Lernen müssen bei Konzepten der Lernbegleitung berücksichtigt werden.   Nur noch 30% des Wissens wird in formalen Kontexten wie Schule oder  Universität erworben. Vor diesem Hintergrund steigt die Bedeutung des lebenslangen Lernens entlang der Bildungsbiografie des Einzelnen. Der Bildungsverlauf ist zudem von unterschiedlichen Bildungsarten und Bildungsmodalitäten geprägt.  Wir als Stadt Wolfsburg sehen die gesellschaftlichen Prioritäten für Bildung und nutzen alle inhaltlichen Chancen, die sich bieten. Wir bringen uns aktiv in die Gestaltung der Bildungsprozesse ein“,  so Iris Bothe Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration.

Birgit Rabofski, Leiterin Bildungshaus, unterstreicht: „Die Neuausrichtung muss als eine Investition für die Zukunft angesehen werden, da nicht nur Technologien über die Zukunftsfähigkeit entscheiden, sondern auch Menschen. Jede Entscheidung zu einer Bibliothek ist auch eine Entscheidung zur Zukunft der Stadt – dies dürfen wir bei den anstehenden Planungen nie außer Acht lassen.“


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